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"Reiten heisst nicht, vor Publikum nach Erfolgen haschen;

Reiten ist der Dialog mit dem Pferd in der Abgeschiedenheit, 

ist das Bemühen um gegenseitiges Sichverstehen und um Vollkommenheit."


Philosophie

Pferde brauchen eine klare Führung und eine verständnisvolle Anleitung. Nur so können sie ihr Potenzial entfalten. Voraussetzung dafür ist ein gut sitzender, fühlender Reiter oder am Boden ein Mensch, welcher immer wieder daran arbeitet, seine Bewegung bewusst wahrzunehmen und zu erleben. Oft kann man beobachten, wie Probleme mit den Pferden sich von alleine lösen, wenn der Reiter an sich arbeitet und selber einen Schritt weiter kommt. Immer mehr mache ich die Erfahrung, dass Pferde alles schon können und wir nur herausfinden müssen, wie wir herauslocken, was in ihnen steckt.

Für beide, Pferd und Mensch, hört die Ausbildung nie auf, es ist eine ständige Suche nach Harmonie und Leichtigkeit. Je feiner ein Mensch auf seinen Partner Pferd einwirken kann und je geschmeidiger ein Pferd arbeitet, umso harmonischer wird die Zusammenarbeit. Und genau das sollte das Ziel der Arbeit mit dem Pferd sein: die Momente, in denen der Reiter mit seinem Pferd zu einer perfekten Einheit zusammenwächst, in denen die absolute Harmonie zweier Wesen für alles entschädigt, was vielleicht mal nicht geklappt hat und es unwichtig wird, welche "Lektion" wir gerade ausführen, in denen es nur noch um die Qualität und die Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Erleben geht.

Für mich ist Reiten eine Kunst, die immer wieder neu viel Einsatz und Gefühl erfordert und dafür unendlich viel zurückgibt. Es ist eine Freundschaft mit einem Geschöpf, welches eigentlich nicht mit uns zusammenarbeiten müsste, da es über viel mehr Kraft verfügt als wir. Aber vor allem ist es Zeit, die man mit seinem Partner, dem Pferd verbringen darf und eine Möglichkeit, durch die Pferde und mit den Pferden zu wachsen und das Leben im Hier und Jetzt mit ihnen zu geniessen.